Psychophysischer Leistungstest

In der Regel werden Sie bei der MPU auch einige sogenannte "psychophysische Leistungstests" durchlaufen müssen. Die Fahrerlaubnisverordnung definiert, welche Bereiche abzuklären sind.

Psychologische Testverfahren

Die Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahrereignung schreiben dazu u. a.: "Zweifel an der psychischen Leistungsfähigkeit können sich ergeben wegen einer Minderung der optischen Orientierung, der Konzentrationsfähigkeit, der Aufmerksamkeit, der Reaktionsfähigkeit und der Belastbarkeit …"

Angesichts möglicher Folgeschäden durch Missbrauch oder Abhängigkeit von Alkohol oder illegaler Drogen könnten bereits verkehrsrelevante Leistungsbeeinträchtigungen entstanden sein.

Unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Diese Voraussetzungen werden u. a. in sogenannten Prozentrangpunkten ausgedrückt, die mindestens erreicht, bzw. nicht unterschritten werden sollten.

  • Für die Fahrerlaubnisgruppe 1 (bzw. A und B) muss der Prozentrang mindestens dem Wert 16 entsprechen. Ein Prozentrang 16 muss dabei in allen Testverfahren erreicht werden
  • Für die Fahrerlaubnisgruppe 2 (bzw. C und D) muss der Prozentrang überwiegend mindestens 33 betragen.

Fahrverhaltensprobe

Sollten Sie bei einer MPU im Rahmen dieser Testverfahren wider Erwarten insgesamt unzureichende Leistungen erzielt haben, können Sie (Fahrpraxis vorausgesetzt) in einer sog. Fahrverhaltensprobe nachweisen, dass die in der ungewohnten Testsituation erzielten Minderleistungen sich nicht negativ auf das gelernte Fahrverhalten auswirken.

Eine Fahrverhaltensprobe wird jedoch nur bei positiven Ergebnissen in allen anderen Bereichen der MPU durchgeführt.

Weitere Testverfahren

Im Rahmen unserer verkehrstherapeutischen Maßnahmen stehen uns darüber hinaus fast alle gängigen verkehrspsychologischen und eignungspsychologischen Testverfahren, auch für andere Bereiche als die MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung), zur Verfügung.